LXXXI. Trennung in männlich und weiblich
Diese Trennung in männlich und weiblich, wir müssen sie so verstehen, dass sie im Anfang der lemurischen Rasse viel mehr Bedeutung gehabt hat als später, wo sich die Charaktere des Männlichen und Weiblichen mehr neutralisierten. Die Sache ist tiefergehend und hängt zusammen mit der ganzen Evolution. Den zwei Geschlechtern geht voran eine zweigeschlechtliche Menschheit, bei der jedes Individuum beides in sich hat; eine hermaphroditische Menschheit. Die ältesten Götter wurden immer als zweigeschlechtlich beschrieben. Wir finden es noch bei alten Griechen. In den Mysterientempeln waren lauter hermaphroditische Gestalten. Auch die Bibel selbst enthält noch durchaus ein Bewusstsein davon, indem sie die Geschlechtstrennung als das Hervorgehen der zwei Geschlechter aus dem Zweigeschlechtlichen andeutet. Noch deutlicher zeigt sich dies in der persischen Mythe.
Cite:
GA 90a/1904-12-31/p003 · edition original