LXXXI. Trennung in männlich und weiblich
Damals bei der Trennung waren alle Kräfte des Menschen noch magischer, unmittelbarer als jetzt, sodass wir nach der Trennung in der Wesenheit finden zwei auf Mann und Weib getrennte, noch magische seelische Kräfte. Die des Männlichen muss man bezeichnen als mehr dem Willen verwandte Kräfte, die des Weiblichen als dem Gemüte und Gedächtnis verwandte Kräfte. So ist die Menschheit geteilt. Im Sanskrit ist Iccha Shakti die dem Männlichen mehr ähnliche Kraft; Kriya Shakti, die dem Weiblichen mehr ähnliche. Beide Kräfte sind in der ursprünglichen Form gar nicht vorhanden, indem in der weiteren Entwicklung die Anähnlichung der weiblichen gemütsartigen dem männlichen willensartigen eingetreten ist.
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GA 90a/1904-12-31/p004 · edition original