LXXXI. Trennung in männlich und weiblich
Kain ging in fremde Länder und nahm ein Weib. Das ist so gemeint, dass er aus dem zweigeschlechtlichen Wesen überhaupt ein Weib nahm. Kain vermischt sich mit etwas, was schon fremdes Geschlecht ist. Adam «erkannte sein Weibliches, nicht eine andere Wesenheit, Selbstbefruchtung, so entstand Abel - und auch Kain natürlich. Allmählich bildete sich aus ein Gegensatz zwischen der allgemeinen Menschheit und jenem kleinen Häuflein, das bestimmt war, in die atlantische Rasse überzugehen. Das stand allerdings unter dem Einfluss der Frauen mit der Neigung zu freier Religionsübung, Gesang, Tanz - in der Anlage eine Art dionysischer Kultus. Die Männer wurden befruchtet von diesem Seelenelement der Frau, während das Seelenelement von dem Willenselement des Mannes befruchtet wird und so neutralisiert; daher das Streben der menschlichen Natur zu etwas Höherem immer symbolisiert wird als Frau.
Cite:
GA 90a/1904-12-31/p015 · edition original