XXIII. Die Apokalypse des Johannes I
Mit der Apokalypse kommen wir in die tiefsten Tiefen der christlichen Weltanschauung hinein, jede große Religion hat ihre Geheimlehrer gehabt, auch das Christentum. Wir müssen uns vor allen Dingen darüber klar sein, welches eigentlich das Wesen der Geheimlehre ist. Nichts anderes ist die Apokalypse als die christliche Geheimlehre. Man muss nur die Kernworte verstehen: «Selig sind, die da glauben und nicht schauen.» Das ist der Kern des Christentums. Glauben und Schauen sind zwei Gegensätze. Das Christentum sollte auch denen, die glaubten, wenn sie nicht schauten, Seligkeit bringen. Das große Mysterium auf Golgatha hatte seine Vorboten in den früheren Menschenrassen. Schon in den uralten Mysterien, solange unsere Wurzelrasse auf der Erde ist, hat man in geheimen Tempelstätten etwas gefeiert, etwas den Leuten gezeigt, welches nichts anderes war als das Geheimnis der Weltentaten Gottes.
Cite:
GA 90b/1905-01-16/p003 · edition original