XXIII. Die Apokalypse des Johannes I
Alles, was Religion, Kunst und Wissenschaft geworden ist, ist aus den Mysterien hervorgegangen. Es waren die Mysterien eine bildhafte Darstellung dessen, was sich später auf Golgatha zugetragen hat. Immer mehr entwickelte sich das Gottesdrama in seinen Einzelheiten. - Wenn man verfolgen könnte, was der Tempelpriester zum Tempelschüler sprach, würde man ungefähr dasselbe hören, was im Evangelium des Johannes steht. Es hatte sich zu einem Kanon verdichtet. Die christlichen Evangelien sind uralte Tempelurkunden. Die Lehre wurde herausgeholt aus den Tiefen der Tempel. Sie ist nichts Neues. Dies wird in den Evangelien angedeutet, namentlich bei Johannes. In dem, was der Schüler im Tempel sah, sollte dargestellt werden, was in der Welt vor sich gegangen ist. Das wurde in diesem einen Testament dargestellt. Was in der Tempelstätte dargestellt wurde, das drückt Johannes aus:
Cite:
GA 90b/1905-01-16/p005 · edition original