XXIII. Die Apokalypse des Johannes I

GA 90b/1905-01-16/p010 ·1905-01-16 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Christus ist dasjenige, was man in der Theosophie die zweite Wesenheit der göttlichen Dreiheit nennt. Diese besteht aus den drei Wesenheiten: Gott, der Vater, das Wort und der Heilige Geist. Der Vater, das ist das, wonach alles hinstrebt, diejenige Wesenheit, zu welcher sich das ganze unbekannte Weltenall hinbewegt. Das Wort ist der Führer zu dem Vater. Es wurde in allen Welten als dasjenige angesehen, was zu dem Vater führt. ‹Veda› heißt das ‹Wort›. Die ältesten Urkunden der Inder hießen die «Veden». Der Inder wusste, dass seine Rishis - seine Lehrer - inspiriert waren; sie teilten die ‹Veden› mit, das ‹Wort›, welches von der Gottheit inspiriert war, das Wort, aus welchem die Welt entstanden ist. Im uralten Indien war das Wort nichts Äußerliches. Es gab die Wesenheit des Gegenstandes wieder.

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