IV. Die Apokalypse und theosophische Kosmologie I

GA 90b/1905-01-30/p007 ·1905-01-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

In Anknüpfung an die Dinge, die in meiner Abwesenheit besprochen worden sind, möchte ich einiges voraussenden. Fräulein von Sivers hat die Erd- und Sonnenentwicklung so vorgetragen, wie ich sie in der Lage bin vorzutragen. Die Ansichten stehen sich aber nur scheinbar bei den verschiedenen okkulten Forschern auf diesem Gebiet gegenüber. Nur dürfen Sie nicht glauben, dass, wenn etwas sich scheinbar widerspricht, das schon ein wirklicher Widerspruch ist. Wenn also Herr Schouten glaubt, einen Widerspruch zu finden zwischen dem, was hier vorgetragen worden ist und dem, was er weiß von unserem sehr verehrten Genossen Leadbeater, so bedarf das natürlich im Ganzen einer Art von Beleuchtung, wie man solche Sachen aufzufassen hat; wir werden das im Einzelnen besprechen. Vor allem halten Sie fest, dass kein praktischer Mystiker darauf Anspruch macht, ein allgemeingültiges Dogma vorzutragen. Diesen Anspruch machen nicht Leadbeater und auch ich nicht. Jeder trägt vor, was er als solche Beobachtungsresultate vorzubringen in der Lage ist. Und was hier vorgebracht wird, fassen Sie bitte nicht anders auf als eine Erzählung, die jemand gibt von dem, was er erfahren hat. Darüber kann geredet werden, das macht keinen Anspruch auf dogmatischen Wert, das sind keine Lehrsätze. Zunächst könnte man einwenden: Wenn sich verschiedene Forscher auf diesem Gebiet widersprechen, wie soll man überhaupt zu einer Klarheit kommen? $o liegt aber die Sache nicht. Wenn Sie Reisebeschreibungen der verschiedensten Gegenden lesen, so werden Sie sehen, wie verschieden schon diese Beschreibungen sind. Und so verschieden wie diese Beobachtungen sind, so verschieden sind auch die Beobachtungen der okkulten Forscher. Bei einiger Verständigung, die auf diesem Gebiete aber schwierig ist, kommt man immer, und zwar ausnahmslos, zu ganz denselben Ergebnissen. Niemals gibt es einen wirklichen Widerspruch zwischen zwei okkulten Forschern, wenn sie beide in der nötigen objektiven Weise zu Werke gehen, mit allen Mitteln der okkulten Forschung wirklich arbeiten.

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Cite: GA 90b/1905-01-30/p007 · edition original