IV. Die Apokalypse und theosophische Kosmologie I

GA 90b/1905-01-30/p009 ·1905-01-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Innerhalb der theosophischen Bewegung selbst tritt in Bezug auf diese Lehre von der Entwicklung unserer Erde ein scheinbarer Widerspruch auf. Als zum ersten Mal die großen Lehrer der theosophischen Bewegung, die wir die Meister nennen, etwas von dem geheimen Wissen europäischen Schülern, sogenannten Laien-Chelas, mitteilten, da war es tatsächlich dieser europäische Laien-Schüler, unser verehrter Freund Sinnett, der das erste wirkungsvolle Buch «Esoterischer Buddhismus» nach den Mitteilungen des Meisters geschrieben hat. Es war diesem Laienschüler sehr viel unklar. Das konnte nicht anders sein, denn das ganze europäische Denken unterscheidet sich ganz wesentlich von der Art und Weise des Denkens eines wirklichen Okkultisten, eines wirklichen Esoterikers. Derjenige, der mit europäischen Kulturbegriffen ausgerüstet ist - und Sie dürfen nicht vergessen, dass der jetzige Mensch ganz in den Vorurteilen der heutigen Zeit aufwächst -, versteht schr leicht falsch, was der Esoteriker sagt, weil er es übersetzt in seine vom Materialismus hergenommenen Begriffe. So lag zunächst ein gewisses Missverhältnis zugrunde, als der erhabene Meister an Sinnett durch die Vermittlung von Helena Petrovna Blavatsky die ersten Lehren über die Entwicklung unserer Erde gab.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/90b/1905-01-30/p009.json
Cite: GA 90b/1905-01-30/p009 · edition original