X. Ostern und die Theosophie

GA 90b/1905-04-21/p006 ·1905-04-21 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Am Prägnantesten, am Geheimnisvollsten ist dieses im Osterglauben zu finden in den geheimnisvollen Stätten [der Mysterien. Wo die Sonne die Kraft gewinnt, Sieg gewinnt über alle Hemmnisse der Natur, dorthin muss ich Sie führen. Wir werden hingeführt in die alten Pyramiden] der Ägypter, [in die Stätten der Rishis]. Es hat wirklich keinen bedeutenden Geist gegeben, der nicht den Auferstehungsglauben hatte. Platon, Pythagoras, Giordano Bruno, Nikolaus Cusanus haben geschöpft aus diesem Auferstehungsglauben, das hat ihnen die Kraft gegeben. Der Sieg des Geistes über die Materie an den Niederungen des Leibes? Das ist der Glaube aus dem Opferkultus alter Mysterien. Die Seele ist die Besiegerin des Leibes. Im Frühling erhält die Sonne neue Kraft, dann trägt sie den Sieg davon über alle Hindernisse in der Natur. Die alten indischen Rishis haben nicht belehrt, sondern sie haben neue Menschen gemacht. Nur derjenige, welcher durch hervorragende Eigenschaften Geist in der Außenwelt bezeugte, wurde zugelassen zum Osterfest. Der Mensch musste Tugend üben, die intellektuellen Kräfte, die Klarheit des Verstandes ausbilden. Er musste so rein werden, sich in der Tugend üben, dass man sagen konnte, er habe sich so vergeistigt. Die da wurden für gut befunden von den Priestern, die wurden zugelassen zum Osterfest, das das Erkenntnis- und Verwandlungsfest der Natur des Menschen ist. Es sollte ihnen vor Augen geführt werden, was mit Mysten geschah.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/90b/1905-04-21/p006.json
Cite: GA 90b/1905-04-21/p006 · edition original