X. Ostern und die Theosophie
Der Hellseher kann die Stufe erkennen, welche der Mensch erreicht hat. Wenn der unentwickelte Mensch mit der Läuterung seiner Gedanken anfängt, dann zeigen sich zuckend rote Farbentöne. Durch viele Inkarnationen wird der Mensch in seinem Innern selbst astral, er kultiviert und veredelt sich. Wenn der Mensch der Schöpfer seines Astralkörpers ist, dann hat er über den Tod den Sieg davon getragen. Wenn der Mensch noch nicht Herrscher seines Astralkörpers ist, dann lösen sich der physische und der Astralkörper im Weltennebel auf. Beim Tode wird die Seele wieder aufgelöst im Weltenall. Der Ätherleib löst sich auch auf. - Warum lösen sich die Körper auf? Weil der Mensch noch keine Macht über seine Körper hat. Das, was sich der Mensch erarbeitet hat am Astralkörper, das ist ewig. Was er an Läuterung erfahren hat während des physischen Daseins, das nimmt er mit, und bei der neuen Verkörperung bringt er diese Erfahrungen wiederum mit. Der Ätherleib ist der Träger des Lebens; während des Lebens im Physischen ist der physische Leib Herrscher. Der Herrscher über das Lebensprinzip kann der Mensch so ohne Weiteres nicht werden. Was sich an Gesetzen abspielt am Leib - Blut, Nieren -, von denen weiß der Mensch nichts. Alle diese Prozesse bedingen das Leben. Alle Prozesse des Physischen wirken auf den Ätherleib. Erst wenn der Mensch befreit ist von den Körpern, dann tritt er den Lebensweg an.
Cite:
GA 90b/1905-04-21/p009 · edition original