XVII. Das Verhältnis des Okkultismus zur theosophischen Bewegung
Hier stehen wir an dem Punkte, an dem wir den Zusammenhang der theosophischen Bewegung und der Theosophischen Gesellschaft mit dem Okkultismus sehen können. Die Theosophische Gesellschaft ist keine okkulte Bewegung, keine okkulte Brüderschaft, sie ist auf demokratischer Grundlage errichtet, auf der ein jeder ein gleichwertiges Mitglied mit den andern ist. Doch etwas anderes ist es, wie man die Aufgabe der Theosophischen Gesellschaft erfassen soll. Die Aufgabe der Gesellschaft ist auf dem physischen Plan. Will man diese voll erfassen, so muss man hinaufsehen können in die höheren Welten. Aber darum handelt es sich nicht, dass der Theosoph schon hinaufsehen kann in die höheren Welten, sondern es handelt sich darum, dass innerhalb der Bewegung auch okkulte Kräfte entwickelt werden, damit die Theosophische Gesellschaft eine Stätte sein könne, von welcher aus der Okkultismus ausstrahlen kann und zur Sprache kommt. Es ist etwas anderes, ob eine Gesellschaft eine okkulte Brüderschaft ist, oder ob sie sich sagt: Wir sind zwar keine okkulte Brüderschaft, aber in unserer Gesellschaft kommt der Okkultismus wieder zur Sprache.
Cite:
GA 90b/1905-10-22/p024 · edition original