XVII. Das Verhältnis des Okkultismus zur theosophischen Bewegung

GA 90b/1905-10-22/p025 ·1905-10-22 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Heute, wo im Grunde genommen die ganze Menschheit sehnsüchtig aufschaut zu den höheren Welten, ohne die Wege dahin zu finden, heute muss dementsprechend ein noch weiterer Teil der okkulten Kenntnisse popularisiert werden. Und diese Aufgabe hat der Okkultismus innerhalb der Theosophischen Gesellschaft. Immer haben geistige Bewegungen befruchtend gewirkt auf die Entfaltung der Kultur auch auf dem physischen Plan. Ihr äußerer Ausdruck ist nichts anderes, als die irdische Verwirklichung dessen, was geistig vorbereitet worden war. Was ist es denn anderes, wenn wir zum Beispiel die Werke von Michelangelo und Leonardo da Vinci ins Auge fassen? In diesen Werken haben Sie in Farben und Formen etwas Geistiges an die Wand hingezaubert: Durchsetzt ist das Bild von dem, was zuerst als Spirituelles in der Seele des Künstlers lebte. Das Spirituelle geht voraus demjenigen, was später als sein Ausdruck in der materiellen Welt erscheint.

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