XVII. Das Verhältnis des Okkultismus zur theosophischen Bewegung

GA 90b/1905-10-22/p059 ·1905-10-22 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Es gibt ein Gesetz im Okkulten, das drückt sich darin aus, dass in einer Rasse - ich kann das heute nicht beweisen -, in der die leitenden Individualitäten ihren Organismus, also das Werkzeug des Geistes, mit alkoholischen oder ähnlichen Getränken ernähren, es einfach unmöglich ist, zu einer Erkenntnis der höheren Glieder des menschlichen Wesens zu kommen. Es gibt da nur die zwei Möglichkeiten: Entweder Erkenntnis der höheren Welten und kein Alkohol oder Alkohol und Entwicklung auf dem physischen Plan mit dem Ausblick, dass es noch andere Pläne geben kann, in die man aber nicht selbst hineinzuschauen vermag. Daher haben alle alten Kulturen unter dem Einfluss der Reinkarnationsidee gestanden. Schon der Sklave, der an den ägyptischen Pyramiden arbeitete, wusste die Wahrheit der Reinkarnation. Er wusste, dass er auch einmal den Platz einnehmen wird, von wo aus man befiehlt, wie er jetzt zu gehorchen hatte. Das Christentum ist eine Erziehung der Menschheit für die Wichtigkeit des physischen Planes gewesen. Vorbereitet wurde dann die fünfte Unterrasse mit der Autoritätskultur. Wodurch bereitet sich äußerlich diese fünfte Unterrasse vor? Dadurch, dass gerade in den Mysterien eine ganz andere Richtung eingeschlagen wird. Vor Dionysos haben Sie noch nichts von dem späteren Opfer. Da haben Sie die Waschungen, und das Wasser ist das Opfer. Mit Dionysos wird der Gott des Werdens wirksam. Die Widder oder Lammkultur tritt auf. Homer. Christus ist die Individualität, die herabsteigt aus den höchsten Regionen. Sie enthält heute schon körperlich dasjenige, was in sehr ferner Zukunft auch die anderen Menschen enthalten werden. Wenn Sie Christus betrachten wollen, so ist er am besten geschildert im Evangelium des vertrauten Jüngers Johannes. Das Wort ist Fleisch geworden, heißt es da. Der Mensch wird einst Wort werden, und dieses Wort lebt im Fleisch im Christus. Wenn Sie diesen Christus in der vierten Unterrasse betrachten, dann konnte er eines sagen: Ich bin in gewisser Weise tief verwandt mit dieser Unterrasse, dieser vierten, aber ich wachse auch gleichzeitig aus dieser vierten Unterrasse heraus. Ich stelle dasjenige dar, was wieder und wieder in der Zukunft erscheinen wird. Dadurch ist er verbunden mit der Menschheitsentwicklung, mit der irdischen Evolutionswelle, die die vierte und fünfte Unterrasse ausmacht, und dann die sechste Unterrasse ausmachen wird. Da schaut er auf alles, was als materielles Leben sich auf der Erde entwickelt.

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