XXXVIII. Das Vergängliche und das Ewige

GA 90b/1906-01-10/p009 ·1906-01-10 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.» (Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them "Hörermitschriften", and the served text carries the note-taker's gap marker "[Lücke in der Mitschrift]". The translation is the maintainer's, not a published one.

Die Erkenntnis durch den ewigen Wesenskern ist eine andere Art des Wissens, als die durch unsere Sinne und den Verstand. Wir unterscheiden daher verschiedene Arten der menschlichen Natur, sofern der Mensch ewig oder vergänglich ist. Gewöhnlich wird der Mensch sehr einheitlich aufgefasst. Den Menschen können Sie mit Augen sehen, er ist für Ihre Sinne wahrnehmbar wie das Mineral. Aber - wenn auch der Anatom den Leichnam zerschneidet, so erfährt er immer nur das, was er mit Augen schen und mit Händen greifen kann. Der Mensch, den er beobachtet, ist ganz gleich der außen befindlichen leblosen Natur. Physikalische und chemische Vorgänge gehen in seinem Leibe ebenso vor sich. Dieser Mensch ist dasselbe, wie die Mineralien sind; etwas komplizierter zwar, aber doch dasselbe wie die übrige physische Welt in sich vereinigend.

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