{"corpus":"steiner","locus":"GA 90b/1906-01-10/p018","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Als Darwin einst in eine Gegend kam, wo Menschenfresser lebten, sagte er zu ihnen, es sei nicht gut, Menschen zu essen. Er erhielt zur Antwort, wie er das denn wissen könne. Da er doch nie Menschenfleisch gekostet habe, könne er doch nicht beurteilen, ob es gut oder schlecht sei. Unter «gu und «schlecht verstand der Wilde nur das Angenehme und Unangenehme. Die Kenntnis, dass Menschenfressen etwas Ungehöriges sei, hat sich entwickelt dadurch, dass das Ich am Astralleib gearbeitet hat. Anfangs sind die Begierden roh, das Ich veredelt sie, es durchackert den Astralleib - Begierdenleib - so, dass er zum Geschöpf des eigenen Ich gemacht wird. Ich folge dann nicht mehr meinen Trieben, sondern dem, was mein Ich — meine Pflichten - mir vorschreiben. Einen solchen Astralleib, der ganz verwandelt ist, nennen wir als fünftes Glied Manas. Der heutige Mensch hat dieses Stadium teilweise erreicht. Hat er den ganzen Astralleib durchgearbeitet, so wird er reif, auch seinen Ätherleib durchzuarbeiten. Ist ihm dies gelungen, so hat er sechstens Budhi erreicht und kann von dem Budhi-Plan aus zuletzt auch den physischen Leib bearbeiten. Wenn er den physischen Leib beherrscht, wird in ihm siebtens sein ganzes Wesen - Atma - erweckt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XXXVIII. Das Vergängliche und das Ewige","site_heading":null,"date":"1906-01-10","location":null,"word_count":197,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/90b/1906-01-10/p018","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/90b/1906-01-10/p018"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/90b/1906-01-10/p018","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Frühe Vortragsreihen und Einzelvorträge für Mitglieder in Berlin 1905–1906 nach ausführlichen und z.T. fragmentarischen Mitschriften.","evidence_translation":"Early lecture series and single lectures for members in Berlin 1905-1906, from detailed and in part fragmentary listeners' transcripts.","evidence_source":"The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 90b); the description calls them \"Hörermitschriften\", and the served text carries the note-taker's gap marker \"[Lücke in der Mitschrift]\". The translation is the maintainer's, not a published one."}}