XXXVIII. Das Vergängliche und das Ewige
Der Astralleib macht fortwährend Attacken auf den physischen Leib. Das Herz ist gut. Nun kommt der Astralleib -— Begierdenleib mit Wein, Tee und anderen Reizmitteln und stört seinen normalen Schlag. Es braucht lange Zeit, bis der Astralleib es dahin bringt, dass er ebenso weise ist wie der physische. Dann aber kann er an seinem Ätherleib arbeiten. Wenn auch der Ätherleib weise ist, wird der physische bearbeitet; den physischen Leib stärkt er in der Zukunft. Wer wirkt denn aber heute in seinem physischen Leib? Die Gottheit; sie schafft an den Gliedern der Menschennatur, an denen der Mensch noch nicht selbst schafft. Gehen wir auf das Beispiel der abgehauenen Hand zurück. Die Hand kann nur bestehen am Leibe; von ihm entfernt, verdorrt sie. Ebenso: Würde ich nur einige Meilen über die Erde hinausgehoben, so würde ich verdorren wie die abgehauene Hand. Daraus folgt: Als physischer Mensch bin ich an den Platz gebunden, an den ich gestellt bin. Wie ich die Hand nicht für sich betrachten kann, so kann ich den Menschen nicht ohne die Erde betrachten. Der Mensch ist kein Leib für sich, sondern ein Stück vom ganzen Erdorganismus. Er kann nur bei den Eigenschaften bestehen, die dieser bietet. Bei zweihundert Grad Wärme zum Beispiel könnte er nicht existieren. Wie unser Organismus von der Seele, so ist der ganze Erdorganismus von der Erdseele belebt.
Cite:
GA 90b/1906-01-10/p033 · edition original