4. Hilfsbegriffe, Neues Testament

GA 91/1904-08-20/p018 ·1904-08-20 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Grundlage sind Aufzeichnungen, die jeweils nach der Stunde angefertigt wurden.» (The basis is records written down after each lesson.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 91). The translation is the maintainer's, not a published one.

Die ‹Hochzeit zu Kana› findet sich nur im Johannesevangelium, weil es eines der tiefsten Geheimnisse ist, die Jesus dem Jünger anvertraut, den er eigeweiht hat. Sagt er noch an einer Stelle, dass er eingeweiht ist? Ja. Wir finden nur hier die Erzählung des Lazarus-Wunders. Eine Initiation ist es. Hier stellt sich der Jünger, den Jesus lieb hat, selber dar. Bis dahin wird vom Jünger, den Jesus lieb hat, nicht gesprochen, erst nachher. Derjenige, der auf solche Weise erweckt ist, steht über dem Persönlichen, braucht keinen Namen. Er weiß auch im höchsten Sinne, wer Christus ist: der fleischgewordene Logos. Die ganze ägyptische Theosophie haben wir hier: Das Wort ist, was herüberkommt aus einer früheren Entwicklung arupisch; das Leben ist das Rupische; das Licht das Astrale; es scheint in die Finsternis — das Irdische. Man kommt auf einem Umwege zur wörtlichen Auffassung der Evangelien, nachdem man den Schlüssel erhalten hat.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/91/1904-08-20/p018.json
Cite: GA 91/1904-08-20/p018 · edition original