III. Sakramentalismus. Dädalus und Ikarus

GA 92/1904-07-08/p008 ·1904-07-08 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

So ging es auch bei der Gründung der Stadt Rom. Zuerst kam Romulus; er kam aus himmlischen Sphären, er war der Gründer. Rom war eine Gründungsstadt des alten Troja. König Numitor von Alba Longa war der Nachkomme des mit trojanischen Flüchtlingen in Latium gelandeten Aeneas. Wir brauchen nur die Worte zu verstehen: «alba longa» ist das weiße, lange Kleid der katholischen Priester. Amulius heißt: der Unbeweibte, der Priester. Eine Priesterstadt als Tochterstadt von Troja war also Rom. Numitor ist der Willensmensch. Der wird zunächst verbannt in den Wald, wird aber der Stammvater der Gründer der Stadt Rom. Romulus ist der Gründer der römischen Kultur, der erste König. Er wird auch versetzt unter die Götter unter dem Namen Quirinus. Der zweite König ist Numa Pompilius. Der dritte König ist Tullus Hostilius; er ist der Repräsentant von Kama; da herrscht der Krieg; es entwikkelt sich dasjenige, was man in der Theosophie als Kama-Rupa zu bezeichnen hat. Der vierte König ist Ancus Martius; er ist der Repräsentant von Kama-Manas. Technische Dinge werden da gemacht. Als das vierte Prinzip reif war, wurde die etruskische Kultur herbeigerufen. Tarquinius Priscus, der fünfte König, bringt Manas hinein. Die großen Bauten und Wasserleitungen legte er an. Das, was man Manas nennt, das ist vertreten in Tarquinius Priscus. Das sechste Prinzip ist Budhi. Es bewirkt die Segnungen des menschlichen Zusammenlebens durch Liebe und Gerechtigkeit. Servius Tullius ist der sechste König der Römer. Er war derjenige, der Ordnung schaffte, der Gesetze gab, die denen der Etrusker entsprachen. Der siebente König ist Tarquinius Superbus, der Erhabene, der aber heruntergestürzt ist.

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