Die Prometheus-Sage

GA 92/1904-10-07/p009 ·1904-10-07 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Es wird uns ferner noch erzählt, daß nunmehr die Götter, Zeus an der Spitze, den Hephaistos, den Gott der Schmiedekunst, veranlaßt haben, eine weibliche Bildsäule zu verfertigen. Diese weibliche Bildsäule war von den Göttern mit allen Eigenschaften ausgestattet worden, welche der äußere Schmuck des Menschengeschlechts der fünften Wurzelrasse sind. Diese weibliche Bildsäule war die Pandora. Pandora wurde von Zeus veranlaßt, unheilbringende Gaben an die Menschheit heranzubringen, zunächst an den Bruder des Prometheus, an den Epimetheus. Zwar warnte Prometheus den Bruder, diese Gaben anzunehmen; dieser ließ sich aber dennoch bereden und nahm von Pandora die unheilbringenden Gaben der Götter an. Es wurde alles auf die Menschheit ausgeschüttet, nur eine, die gute Gabe, wurde zurückbehalten: die Hoffnung. Die andern Gaben waren Plagen und Leiden für die Menschheit; nur die Hoffnung wurde in der «Büchse der Pandora» zurückbehalten.

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