XV. Parzival und Lohengrin

GA 92/1905-12-03/p011 ·1905-12-03 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Zwei ganz bestimmte politische Strömungen leitete das mittelalterliche Volksbewußtsein auf diese Urzeiten zurück. In dem Frankenvolke, das so glücklich war, den Westen von Europa zu erobern, da gibt es ein Herrschergeschlecht, das eigentlich seinen Ursprung zurückführt in die Zeiten der Atlantis. Man nannte es die «Wibelungen» oder «Nibelungen» — daraus ist später das Wort «Ghibellinen» entstanden. Es war ein altes Bewußtsein da von einem im Frankenvolke aufgehenden Herrschergeschlechte, das wurzelt im alten Nibelungenlande, das in sich vereinigt weltliche Macht und priesterliche Gewalt. Darum hat Karl der Große versucht, sich in Rom die Königskrone aufsetzen zu lassen, um ein geistliches Element zu dem weltlichen hinzuzufügen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/92/1905-12-03/p011.json
Cite: GA 92/1905-12-03/p011 · edition original