{"corpus":"steiner","locus":"GA 92/1905-12-03/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ursprünglich war alles, was man an Macht voraussetzte, abgeleitet von dem, was von Atlantis herübergekommen war. Daß man dachte und ahnte, daß eine Götterdämmerung kommt, dadurch verband sich auch mit dem Herrschergeschlecht ein gewisser tragischer Zug. Man sagte: Die da wissen wollen, können wohl Eingeweihte werden, aber sie müssen abgelöst werden durch etwas anderes. - Diese Stimmung drückte sich zunächst aus in der bekannten Barbarossa-Sage; es wurde dann noch etwas hinzugefügt, was man in der gewöhnlichen Sage nicht hatte. Barbarossa wurde richtig gedacht als eine Fortsetzung der alten Frankenherrscher. Die Hohenstaufen waren die Ghibellinen, Waiblingen, Wibelungen, Nibelungen, im Gegensatz zu den Welfen, den Guelfen. Die intimere Erzählung fügt zu der bekannten Barbarossa-Sage hinzu, daß Barbarossa von Asien den heiligen Gral nach Europa herüberholte. Er selbst als physische Persönlichkeit kam dabei um und wartet nun, bis seine Zeit gekommen ist. Darin drückt sich die ganze Stimmung des Mittelalters aus gegenüber dem alten Heidentum und dem neuen Christentum.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XV. Parzival und Lohengrin","site_heading":null,"date":"1905-12-03","location":null,"word_count":156,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/92/1905-12-03/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/92/1905-12-03/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/92/1905-12-03/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)","evidence_translation":"Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)","evidence_source":"The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one."}}