XV. Parzival und Lohengrin

GA 92/1905-12-03/p014 ·1905-12-03 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Daß Barbarossa im Berge sitzt, bedeutet, daß er ein Eingeweihter ist. Der «Berg» ist die Einweihungsstätte. Christus ging mit seinen Jüngern «auf den Berg» - ins Mysterium. Die Raben bedeuten eine Einweihung des Barbarossa. In dem persischen Einweihungsritual unterscheidet man sieben Stufen der Einweihung. Die «Raben» bedeuten die erste Stufe der persönlichen Einweihung. Sie bezeichnen die noch bestehende Verbindung des Eingeweihten mit der Umwelt. Man denke an die Raben des Elias. Auch bei Wotan finden wir die Raben. Sie vermitteln seine Kommunikation mit der Umgebung. So hatte auch Barbarossa, der Eingeweihte, die Raben um sich, die ihn noch mit der Welt in Zusammenhang hielten.

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