XV. Parzival und Lohengrin

GA 92/1905-12-03/p021 ·1905-12-03 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Halten wir einmal die Stufen der Initiation des Chela fest. Der Chela hat zunächst drei Stufen zu überwinden. Die erste Stufe ist die des heimatlosen Menschen, wo der Mensch herausgerissen wird aus der physischen Welt, wo er objektiv wird der physischen Welt gegenüber. Er muß verlernen, parteiisch zu sein, er muß lernen, alles in gleicher Weise zu lieben; er liebt nicht weniger, aber er überträgt seine Liebe auf alles, was Liebe verdient, nicht nur auf seine Heimat und so weiter. Die zweite Stufe ist die, wo der Chela Hütten baut. Er findet eine neue Heimat. Die Jünger auf dem Berge haben diese Stufe erreicht. Sie sind jenseits von Raum und Zeit, sehen Elias und Moses. Deshalb sprechen sie: Lasset uns Hütten bauen. - Die dritte Stufe ist die des Schwans. Ein Schwan ist derjenige Chela, der so weit gekommen ist, daß alle Dinge zu ihm sprechen, auch die, die ihr Bewußtsein auf höheren Planen haben. Auf dem physischen Plan hat nur der Mensch das Ich. Das Tier hat das Bewußtsein auf dem Astralplan, die Pflanze auf dem Mentalplan (Rupaplan), das Mineral auf dem höheren Mentalplan (Arupaplan). Man muß sich erheben zu höheren Welten, um das Ich, die Namen der anderen Wesen zu finden; da sprechen die Dinge dem Chela ihre eigenen Namen aus. Die Welt wird dann überall tönend und klingend für ihn. Im Hinblick auf diese Tatsache sagt Goethe:

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