{"corpus":"steiner","locus":"GA 92/1907-12-02/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Diejenigen, die eingeweiht sind, sprechen unverhüllt von dieser Welt. Wir brauchen uns nur an Worte Goethes zu erinnern. Freilich werden viele das für etwas Phantastisches halten, was nun gesagt wird. Sie werden es sogar für unkünstlerisch halten, derlei Dinge zu sagen, weil sie den Dichter möglichst so im Unbestimmten schwimmen lassen wollen in bezug auf das Verständnis seines Werkes. Aber ein großer Dichter wie Goethe sagt nicht Phrasen, wenn er Besonderes charakterisieren will, indem er sagt: «Die Sonne tönt nach alter Weise ...». Das ist entweder Hindeutung auf Tieferes, oder es ist Phrase, da ja die physische Sonne nicht tönt. Und ein Dichter, der aus der Anschauung heraus arbeitet wie Goethe, dem darf man eine solche Phrase nicht zumuten. Goethe als Eingeweihter weiß, daß es eine solche tönende Welt, eine geistig tönende Welt gibt, und er bleibt im Bilde. Als er den Faust nach seinen Irrgängen, die im ersten Teil geschildert sind, hinaufentrückt sein läßt in die geistige Welt, da heißt es wiederum:","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Richard Wagner und sein Verhältnis zur Mystik","site_heading":null,"date":"1907-12-02","location":null,"word_count":163,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/92/1907-12-02/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/92/1907-12-02/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/92/1907-12-02/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)","evidence_translation":"Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)","evidence_source":"The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one."}}