Richard Wagner und sein Verhältnis zur Mystik

GA 92/1907-12-02/p023 ·1907-12-02 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wenn wir die verschiedenen Werke ansehen, so finden wir, daß Richard Wagner immer aus mystischem Leben die Grundtatsachen geschöpft hat. Wollen wir gleich herangehen an sein Mittelpunktswerk, an die Siegfried-Dichtung, an die Nibelungen-Dichtung. Wollen wir sehen, wie tief sie herausgeschöpft sind aus der Weltenweisheit, so müssen wir anknüpfen an etwas, was die Theosophie zur völligen Klarheit bringt, so widersprechend es der heutigen Wissenschaft auch ist. Unsere weit zurückliegenden Vorfahren bewohnten ein Landgebiet, das gelegen hat im Westen von Europa, zwischen Afrika und Amerika. Sogar die Naturwissenschaft kommt nach und nach schon darauf, daß da einstmals Land war, ein Land, das wir die Atlantis nennen. Da lebten unsere uralten Vorfahren, die freilich ganz anders gestaltet waren. Wie gesagt, heute fängt schon die Naturwissenschaft an, von dieser alten Atlantis zu reden. In einer Zeitschrift, «Kosmos», herausgegeben unter der Ägide Haeckels, wurde ein Aufsatz darüber veröffentlicht. Da ist freilich nur die Rede davon, was für Tiere und Pflanzen da gelebt haben. Daß der Mensch auch gelebt hat, davon ist noch nicht die Rede.

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