Richard Wagner und sein Verhältnis zur Mystik

GA 92/1907-12-02/p037 ·1907-12-02 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Sechzehn Vorträge, gehalten in Berlin, Köln und Nürnberg in den Jahren 1904, 1905 und 1907 (Hörernotizen)» (Sixteen lectures, given in Berlin, Cologne and Nuremberg in 1904, 1905 and 1907 (listeners' notes)). The volume's subtitle as given in the publisher's description, mirrored on AnthroWiki (GA 92); the 2022 catalogue's subtitle omits it. The translation is the maintainer's, not a published one.

Die Menschheit besitzt ein tiefes Geheimnis, ein Mysterium, das in der Welt waltet. Sinnbildlich dargestellt ist es in einem Mythos, der tief verstanden werden muß: Als der Geist, der im Anfang unserer Entwicklung abgefallen ist von den die Menschheit leitenden Geistern, als Luzifer abgefallen ist, da fiel aus seiner Krone ein Stein, und aus diesem wurde eine Schale geformt, jene Schale, aus welcher der Christus Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl genommen hat, jene Schale, in welcher das Blut aufgenommen worden ist auf Golgatha von Joseph von Arimathia; dieser brachte sie in das Abendland. Nach vielen Wanderungen kam die Schale in die Hände Titurels, durch den die Gralsburg gegründet worden ist. Er hat sie aufbewahrt, zusammen mit der heiligen Liebeslanze. Die Sage berichtet, daß alle, die in die Schale hineinblicken, ein Ewiges in sich aufnahmen.

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