1. Pfingsten, das Fest der Befreiung des Menschengeistes
Innerhalb der Bekenner der Asuras entwickelte sich dann ein eigentümliches Grundgefühl. Es sproßte zuerst im persischen Geistesleben auf. Die Perser bekamen eine Art Furcht vor der Devanatur. Furcht, Scheu und Grauen bekamen sie vor dem, was rein geistig-seelisch ist. Das bewirkte, daß wir heute den großen Gegensatz erblicken zwischen der persischen und der indischen Anschauung. In der persischen Weltanschauung wurde oft gerade das angebetet, was die indische Richtung als schlecht, als etwas Untergeordnetes betrachtete, und geradezu gemieden, was der Inder als verehrungswürdig betrachtet. Innerhalb des persischen Weltgefühles entstand also diese eigentümliche Grundempfindung gegenüber einer Wesenheit, die eigentlich Devanatur hat, die aber innerhalb dieser Weltanschauung gemieden, gefürchtet wird. Kurz, es ist das Bild des Satans, das in dieser Weltanschauung auftritt. Luzifer, der Geistig-Seelische, wird ein mit Schauder erfüllendes Wesen. Darin haben wir den Ursprung zu suchen von dem, was als Teufelsglaube existiert. Diese Grundempfindung ist auch in die moderne Weltanschauung übergegangen; namentlich im Mittelalter wurde der Teufel eine gefürchtete und gemiedene Figur. Luzifer wurde also förmlich gemieden.