1. Pfingsten, das Fest der Befreiung des Menschengeistes
So sehen Sie, daß der Mensch sich seine Freiheit dadurch erkauft hat, daß sich seine Natur verschlechterte, weil er mit der Inkarnierung wartete, bis seine Natur heruntergestiegen ist in die dichteren physiologischen Zustände. In der griechischen Mythologie hat sich ein tiefes Bewußtsein von diesem Tatbestand erhalten. Wäre der Mensch schon früher zur Inkarnation gekommen - das sagt der Mythos der Griechen -, dann wäre das eingetreten, was Zeus wollte, als sich die Menschen noch im «Paradiese» befanden: Er wollte sie glücklich machen, aber als unbewußte Wesen. Das klare Bewußtsein hätte dann einzig bei den Göttern gelegen und der Mensch wäre ohne das Gefühl der Freiheit geblieben. Die Auflehnung des Luzifergeistes, des Devageistes in der Menschheit, der heruntersteigen wollte, um sich aus der Freiheit heraus selbst emporzuentwickeln, ist symbolisiert in der Sage von Prometheus. Er aber muß für sein Bestreben büßen dadurch, daß fortwährend ein Adler - als Symbol der Begierde - an seiner Leber nagt und ihm dadurch die furchtbarsten Schmerzen verursacht.