3. Die Mysterien der Druiden und Drotten

GA 93/1904-09-30/p014 ·1904-09-30 · original (original)
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Dann mußte er Verschwiegenheit schwören, ein blankes Schwert lag vor ihm und den stärksten Eid mußte er schwören. Das hieß, daß der Mensch nunmehr schweigen würde über seine Erlebnisse gegenüber dem, der nicht eingeweiht war wie er. Diese eigentlichen Geheimnisse können unmöglich ohne weiteres mitgeteilt werden. Er [der Eingeweihte] hatte aber die Möglichkeit, die Sagen so zu gestalten, daß sie der Ausdruck des Ewigen sind. Konnte man in dieser Weise sich aussprechen, hatte man natürlich über seine Mitmenschen eine große Gewalt. Wer eine solche Sage formt, prägt etwas in den menschlichen Geist ein. Was man so spricht, wird wieder vergessen und nur das allerwenigste überdauert den Tod. Ewige Wahrheiten überdauern am längsten den Tod. Vom niederen Wissenschaftlichen überdauert sehr wenig den Tod. Das Ewige ja, und erscheint wieder in einer neuen Inkarnation.

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