7. Wesen und Aufgabe der Freimaurerei vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft

GA 93/1904-12-02/p010 ·1904-12-02 · original (original)
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Die Gelegenheit dazu fand sich, als Hiram-Abiff sein Meisterstück, das Eherne Meer, gießen wollte. Die Bewegung des Wassers sollte in der Form festgehalten werden. Das bewegte Meer sollte lebendig, kunstvoll festgehalten werden in der starren Form. Das ist das Wichtige. Die drei Gesellen hatten sich verabredet, am Guß etwas zu machen, so daß er, statt in die Form zu rinnen, in der Umgebung herum sich verbreitete. Hiram wollte daraufhin durch Zugießen von Wasser den Feuerguß aufhalten, wodurch aber das Metall in die Luft sprühte und als Feuerregen unter furchtbarer Gewalt wieder herunterfiel. Hiram konnte da auch nichts machen. Aber plötzlich erscholl eine Stimme: Hiram! Hiram! Hiram! — Diese Stimme forderte ihn auf, sich in das Feuermeer zu stürzen. Er tat es und sank immer tiefer, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo der Ursprung des Feuers ist. Da traf er zwei Gestalten an: den Stammvater Tubal-Kain und Kain selbst. Kain war bestrahlt von den Strahlen Luzifers, des Lichtengels. Nun übergab Tubal-Kain dem Hiram seinen Hammer, der die Zauberkraft hatte, alles wieder herzustellen, und sagte zu ihm: Du wirst einen Sohn haben, der wird ein Volk von Wissenden um sich haben, und du wirst Stammvater sein derer, die aus dem Feuer kommen, das weisheitsvoll und gedankenvoll macht. - Das Eherne Meer wurde nun durch den Hammer wieder hergestellt.

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