7. Wesen und Aufgabe der Freimaurerei vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft
Der Sinn der ersten Handlung — Abnehmen der metallenen Gegenstände - ist: Der Mensch soll nichts an sich haben, was er nicht selbst erarbeitet hat. Eine Empfindung davon zu haben, ist wichtig und wesentlich für denjenigen, der schon auf das Bedeutungsvolle der Symbolik aufmerksam gemacht wurde. Er soll auch eine bleibende Erinnerung an das Zerreißen der Beinkleider am Knie haben. Er soll daran denken, daß er sich so ins Leben hineinstellen soll, als wenn er ganz nackend vor die Menschheit hintreten sollte. Ebenso soll das Abtreten des Absatzes, der Ferse, ihn bleibend daran erinnern, daß — obgleich er stark sein wird in der Maurerei — er doch noch eine Achillesferse hat. Alle folgenden Handlungen haben im Grunde genommen eine solche Bedeutung, vor allen Dingen im Zusammenhang mit jenem unheimlichen Gefühl, das hervorgerufen wird, wenn auf die Brust ein scharf geschliffenes kaltes Schwert gehalten wird. Das ist ein Gefühl, welches durch längere Zeit hindurch sich zu einer Suggestion verdichtet, so daß er sich in wichtigen Momenten erinnert, daß er eine Art von Kaltblütigkeit haben soll. Kaltblütigkeit soll dadurch suggetiert werden. Die volle Verantwortung übernehmen für das, was man tut, soll dadurch symbolisiert werden, daß man ihm eine Schnur um den Hals legt, die immer zusammengezogen werden kann. Die Geistesgegenwart soll suggeriert werden dadurch, daß diese Prozeduren mit Falltüren, mit Treppen und so weiter hervorgerufen werden. Das sind gewisse Vorgänge, die in den Mysterien aber völlig anders vollzogen werden, weil sie sich im Astralraum vollziehen.