13. Über den verlorenen und wiederzuerrichtenden Tempel im Zusammenhang mit der Kreuzesholz- oder Goldenen Legende

GA 93/1905-05-29/p020 ·1905-05-29 · original (original)
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Höher als dasjenige, was der Mensch zunächst physisch hat, liegt ein anderes Reich. Welchem Reich aber gehört der Mensch seiner physischen Natur nach an? Seiner physischen Natur nach gehört er auf der gegenwärtigen Stufe seiner Entwickelung dem Mineralreich an. Die physischen, chemischen, mineralischen Gesetze herrschen in unserem physischen Leib. Aber auch seiner geistigen Natur nach gehört er dem Mineralreich an, denn er begreift mit seinem Verstande nur das Mineralreich. Das Leben als solches lernt er erst allmählich begreifen. Gerade deshalb leugnet die offizielle Wissenschaft das Leben, weil sie noch in dieser Entwickelungsphase ist, daß sie nur das Tote, das Mineralische begreift. Sie ist dabei, dieses in der feinsten Weise zu begreifen. Daher begreift sie auch den menschlichen Körper nur insofern, als er ein Totes, ein Mineralisches ist. Sie behandelt ihn im Grunde wie ein totes Produkt, mit dem man arbeitet wie mit einem Stoff im chemischen Laboratorium. Man führt andere Stoffe in ihn ein, wie man in eine Retorte Stoffe einführt. Auch wenn der Arzt, der heute ganz in der mineralischen Wissenschaft erzogen ist, an dem menschlichen Körper herumoperiert, ist es so, als wenn dieser nichts anderes wäre als ein maschinelles Produkt.

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