14. Über den verlorenen und wiederzuerrichtenden Tempel im Zusammenhang mit der Kreuzesholz- oder Goldenen Legende

GA 93/1905-06-05/p029 ·1905-06-05 · original (original)
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Nun müssen die Stufen wieder hinaufgestiegen werden, durch die nach und nach von der ganzen Menschheit das erreicht wird, was gleichsam bei Christus im Fleisch erschienen war. In dem Geiste, der sich im Judentum entwickelt hat, mußte das höhere Manas entfacht werden. Daher beginnt die neue Ära mit dem Herunterkommen des Heiligen Geistes, der die Menschen dazu führen wird, daß in der sechsten Unterrasse das, was heute in dem Christentum nur angedeutet ist, das Christus-Prinzip, seine Vollendung findet. «Niemand kommt zum Vater denn durch mich», sagt der Sohn. Er sandte der Menschheit den Geist, der sie vorbereiten sollte für die Zeit, wo Gut und Böse sich in der sechsten Unterrasse scheiden werden. Niemals hätte der Mensch diesen Impuls entwickelt, ohne jenen anderen Einschlag, den wir das sogenannte böse Prinzip genannt haben. Der Mensch mußte einen freien Willen bekommen, dann konnte sein Verstand zu einer Entscheidung zwischen Gut und Böse aufgerufen werden. Dieser Einschlag des Herabsteigens des Geistes vollzieht sich am Pfingstfest.

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