14. Über den verlorenen und wiederzuerrichtenden Tempel im Zusammenhang mit der Kreuzesholz- oder Goldenen Legende

GA 93/1905-06-05/p031 ·1905-06-05 · original (original)
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Ehe der Sohn wirksam werden konnte — das war in der hyperboräischen Zeit -, mußte von dem allgemeinen Geistprinzip ein Teil abgespalten, heruntergestoßen werden und andere Bahnen wandeln. Das ist in der Schlange ausgedrückt, dem Symbol der Erkenntnis, dem Luzifer-Prinzip. Dieser Funke des Geistes war es, der den Menschen zu einem freien Wesen machte und ihn befähigte, aus eigenem Antrieb das Gute zu wollen. Dieser Geist, der zu den Menschen heruntergekommen ist am großen Pfingstfeste, ist verwandt mit jenem Geist, welcher heruntergestoßen wurde, und der auch im Prometheus verkörpert ist, welcher den Funken wieder angefacht hat, damit unser Ich sich entschließen kann, dem Geiste zu folgen, wie es später dem Sohne und noch später dem Vater folgen wird. Der Mensch konnte zwar böse werden, aber andererseits konnte er nur auf Kosten dessen, daß er böse werden konnte, zur Götterwelt wieder hinaufgeführt werden, aus der er stammt. Das ist der Zusammenhang des Pfingstfestes mit dem luziferischen Prinzip. Daher ist das Pfingstfest auch das Prometheus- und Freiheitsfest.

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