Die königliche Kunst in einer neuen Form

GA 93/1906-01-02/p081 ·1906-01-02 · original (original)
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Wer heute den Blick zum Sternenhimmel hinaufrichtet, der erblickt eine wunderbare Harmonie. Diese Harmonie ist geworden, sie war nicht immer da. Genau ebenso wie wir heute Stein auf Stein legen, wenn wir einen Dom bauen, Farbe neben Farbe setzen, wenn wir Bilder malen, Gesetz nach Gesetz ausprägen, wenn wir Gesellschaften organisieren, so haben einst auch bildende Wesenheiten gearbeitet an dem, was uns heute als Kosmos entgegentritt. Nicht Mond noch Sonne würden leuchten, kein Tier und keine Pflanze würde sich fortpflanzen, wenn nicht alles, was uns im Kosmos entgegentritt, von Wesen bearbeitet worden wäre, wenn nicht Wesen vorher gewesen wären, welche ebenso gearbeitet haben, wie wir heute an der Umformung des Kosmos arbeiten. Wie wir heute am Kosmos durch Weisheit, Schönheit, Stärke bauen, so haben einst auch die Wesenheiten, die nicht zum jetzigen Menschenreich gehören, am Kosmos gebaut.

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