Die königliche Kunst in einer neuen Form

GA 93/1906-01-02/p082 ·1906-01-02 · original (original)
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Eine Harmonie ist immer das Ergebnis von Disharmonien früherer Zeiten. Wie die Steine zum griechischen Tempel geformt worden sind, wie sie dadurch in andere Formen überflossen und aus der verwirrenden Mannigfaltigkeit der geordnete Bau wurde, wie das Farbendurcheinander auf der Palette im Bilde sinnvoll zusammengestellt ist, so war das ganze Materielle chaotisch in anderen Verbindungen, bevor es der bildende Geist zu diesem Kosmos geformt hat. Auf neuer Stufe wiederholt sich dasselbe, und am klarsten selbst im Kleinsten wirkt nur derjenige richtig, der das Größte überschaut. Alles was in der Welt für den Fortschritt des Menschengeschlechts wirklich Bedeutung gehabt hat, ist mit Umsicht und Einsicht, mit Einweihung in die großen Gesetze des Weltenplanes entstanden. Was der Tag schafft, ist vergänglich. Unvergänglich aber ist dasjenige, was aus der Erkenntnis der ewigen Gesetze in den Tag hineingeschaffen wird. Aus der Erkenntnis der ewigen Gesetze in den Tag hineinschaffen, das bedeutet soviel wie frei maurern.

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