Die königliche Kunst in einer neuen Form

GA 93/1906-01-02/p103 ·1906-01-02 · original (original)
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Wir haben also auf der einen Seite die Überwindung des Natürlichen durch den frei schaffenden Geist, auf der anderen Seite aber auch die Trennung durch die Handschuhe. Die Handschuhe werden wir aber schließlich auch ausziehen können nach Überwindung des Niederen, mit Aufwendung der unmittelbaren freien geistigen Kraft beider Geschlechter. Dann wird wirklich erst dasjenige, was sich heute in der Geschlechtlichkeit äußert, schließlich überwunden sein. In einem freien, durchaus freien menschlichen Schaffen, in einem Zusammenwirken von Mann und Frau an dem großen Menschheitsbau werden die Handschuhe nicht mehr ausgeteilt werden, weil sie sich frei die Hände reichen können, weil jetzt Geist zu Geist spricht, nicht Sinnlichkeit zu Sinnlichkeit. Das ist die große Zukunftsidee.

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