VI
Wir unterscheiden also: erstens Elementarwesen, zweitens den kamarupischen Menschen, drittens den reinen Menschen, viertens den Menschen, der in einer gewissen Beziehung den reinen Menschen überwunden hat, der das, was außen um ihn herum ist, aufgenommen hat und schöpferisch tätig ist. Er hat alles, was es im Erdendasein um ihn herum gibt, berührt und aufgenommen. Das bringt ihm die Pläne, die Vorschriften, die Gesetze, die das Leben schaffen. Einst war der Mensch vollkommen, und er wird es auch wieder werden. Aber es ist ein großer Unterschied zwischen dem, was er war und dem, was er sein wird. Was außen um ihn herum ist, wird später sein geistiges Eigentum geworden sein. Was auf der Erde von ihm erworben worden ist, wird später Fähigkeit des Menschen, schöpferisch tätig zu sein. Das ist dann sein innerstes Wesen geworden. Einer, der die ganzen irdischen Erfahrungen aufgenommen hat, so daß er von einem jeglichen Dinge weiß, wie es verwertet werden kann und so ein Schöpfer geworden ist, wird ein Bodhisattva genannt, das heißt ein Mensch, der Bodhi, die Buddhi der Erde, genugsam in sich aufgenommen hat. Dann ist er reif, aus den innersten Impulsen heraus zu wirken. Die Weisen der Erde sind noch nicht Bodhisattvas. Auch für einen Weisen gibt es immer noch Dinge, in denen er noch nicht vermag sich zurechtzufinden. Erst wenn man das gesamte Wissen der Erde in sich aufgenommen hat, um schaffen zu können, ist man ein Bodhisattva. Buddha, Zarathustra zum Beispiel, waren Bodhisattvas.
Cite:
GA 93a/1905-10-01/p013 · edition original