XI
In der physischen Welt ist der Mensch sich selbst überlassen, da leitet ihn niemand, da ist er in Wahrheit gottverlassen. Als er aus der astralen Welt herauskam, da haben ihn die Götter verlassen. Er sollte lernen, in der physischen Welt sein eigener Herr zu werden. Daher kann er hier nur so leben, wie er tatsächlich lebt: zwischen Irrtum und Wahrheit hin- und herpendelnd. Er muß tappen und sich seinen Weg selbst suchen. Nun tappt er zum großen Teil im Finstern. Da ist sein Blick nach außen gewendet, er ist frei zwischen den Dingen, aber auch dem Irrtum ist er ausgesetzt. Auf dem Astralplan hatte der Mensch keine solche Freiheit; da wurde er von den hinter ihm stehenden Mächten gedrängt und getrieben. Wie eine Art Marionette hing er da noch an den Drähten der Götter; die mußten ihn da noch führen. Insofern der Mensch auch heute ein seelisches Wesen ist, leben die Götter noch in ihm. Da sind Freiheit und Unfreiheit noch stark gemischt. Die Wünsche wechseln fortwährend. Dieses Aufundabwogen der Wünsche kommt von innen heraus. Das sind die Götter, die in dem Menschen wirken.
Cite:
GA 93a/1905-10-06/p011 · edition original