XI
Jetzt können wir auch das Wesen des Schlafes und des Träumens verstehen. Träumen heißt, sich den inneren Devakräften zuwenden. Der Mensch träumt fast die ganze Nacht, nur erinnert er sich nicht daran. Der Mentalkörper wird während des Schlafes fortwährend von den Devas bestimmt. Der Mensch hat noch kein Selbstbewußtsein auf den höheren Planen, daher ist er im Traum nicht selbstbewußt. Auf dem Astralplan fängt er an, es zu werden. Im tiefen Schlaf befindet er sich auf dem Mentalplan. Da ist er noch gar nicht selbstbewußt. Nur auf dem physischen Plan wacht der Mensch. Da ist das Ich da, es lebt sich aus auf dem physischen Plan. Das astrale Ich kann sich auf dem physischen Plan noch nicht ausleben, daher muß das astrale Ich zeitweise aus dem Menschen heraus. Er muß schlafen, damit es heraus kann. Die Zustände des Träumens und Schlafens sind nur eine Wiederholung früherer Entwickelung. Auf dem astralen Plan hat der Mensch geträumt; auf dem mentalen hat er geschlafen. Diese Zustände wiederholt er heute jede Nacht. Erst wenn er sich auch Sinne für die anderen Plane erworben hat, dann träumt er nicht mehr und schläft nicht mehr, sondern er nimmt dort Wirklichkeiten wahr. Der Geheimschüler lernt solche Wirklichkeiten auf dem astralen Plan wahrnehmen. Er hat dann dort eine Wirklichkeit um sich. Wer sich noch höher entwickelt, hat auch im tiefen Schlaf eine Wirklichkeit um sich. Da tritt dann die Kontinuität des Bewußtseins ein.
Cite:
GA 93a/1905-10-06/p018 · edition original