XII
Der Ätherleib ist der Träger der Gedanken. Was Gedanke im Inneren ist, ist Äther von außen, so wie die Begierde im Inneren Astrales von außen ist. Aber erst wenn das reine Denken beginnt, wird in die Astralimpulse Äthermaterie hineingestrahlt. Solange die Gedanken noch nicht rein sind, haben wir rings um die Ätherform herum Astralmaterie. Also was man Gedankenformen nennt, ist zusammengesetzt aus einem Kern von Äthermaterie, umringt von Astralmaterie. Längs der Nervenbahnen gehen die Ströme der sogenannten abstrakten Gedanken, die aber in Wirklichkeit die allerkonkretesten sind, denn sie sind Ätherkräfte. Sobald der Mensch überhaupt anfängt zu denken, arbeitet er schon das Ich in seinen Ätherkörper hinein. Wenn der Mensch stirbt, wird es klar, daß der physische Körper mit dem Ich nichts zu tun hat. Es ist jede Leitung von diesem zum Ich nach dem Tode unterbrochen. Die Leitung fand vorher indirekt durch die anderen Körper statt. Wenn diese fort sind, hat der Leichnam gar keine Beziehung mehr zum Ich. Da nehmen ihn die äußeren Devakräfte an sich, er wird wieder in die physische Umwelt hineinorganisiert. Das Wort «verwesen» bedeutet nicht nur vergehen, sondern zu dem Wesen werden, aus dem der Körper hervorgegangen ist. Das ist bezüglich des physischen Körpers zu sagen. Das holländische Wort «lichaam» bedeutet nicht Leichnam, sondern den mitherumgetragenen physischen Körper.
Cite:
GA 93a/1905-10-07/p019 · edition original