XVII
Durch das abstrakte Denken schafft man ein Abbild von dem, was da ist. Bei der Imagination läßt der Mensch sich befruchten von dem gestaltenden Geist in seinem Inneren. Der Imagination entsprechen verborgene Wirklichkeiten, die durch Befruchtung höherer geistiger Wesenheiten entstanden sind; dann kann man auf dem Astralplan diese höheren geistigen Wesenheiten sehen. Die Vorbedingung dazu ist, eine Sprache zu entwickeln, die nicht der Ausdruck abstrakter Gedanken, sondern der Ausdruck von Bildern ist. Medien sprechen sich deshalb auch in Imaginationen, in Bildern und Symbolen aus, aber unbewußt. Hinter ihnen gestaltet der Geist die Symbole. Der Geheimschüler macht das in vollem Bewußtsein, aber dennoch nicht willkürlich. Er läßt sich dabei vom Geiste befruchten.
Cite:
GA 93a/1905-10-12/p008 · edition original