{"corpus":"steiner","locus":"GA 93a/1905-10-30/p023","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Im Mittelalter versuchte der Alchimist, sich die Geister dienstbar zu machen. Goethe hat das recht gut gewußt; Faust will Feuerluft haben; da soll der Salamander hervorgehen, der auf dem Astralplan seinen Körper hat. Wir haben also um uns Wesenheiten, die tatsächlich im Feuer ihr Bewußtsein haben, denen wir Schmerz verursachen, wenn wir Feuer anzünden, denn dadurch verursacht man eine gewisse Veränderung des betreffenden Körpers der Wesenheit auf dem Astralplan. Wenn man Licht anzündet, verändert man diese astrale Wesenheit. Ebenso wenn man auf anderen Gebieten der Elemente und der Naturkräfte Veränderungen hervorbringt, verändert man etwas an diesen astralen Wesenheiten. Wir bevölkern den Astralplan fortwährend mit Wesenheiten, indem wir dies oder jenes tun. Denken wir uns diesen Gedanken klar aus, dann haben wir den Sinn der kirchlichen Zeremonie: nämlich nicht beliebige Dinge vorzunehmen auf dem physischen Plan, sondern solche, die sinnvoll sind, wodurch sinnvolle Wesenheiten auf dem Astralplan entstehen. Wenn man zum Beispiel mit Weihrauch räuchert, macht man etwas Planvolles; man verbrennt bestimmte Stoffe und schafft Wesenheiten von einer bestimmten Sorte. Wenn man ein Schwert nach vier Seiten durch die Luft führt, schafft man ein bestimmtes Wesen. Ebenso der Priester, wenn er bestimmte Handbewegungen macht bei bestimmten Lauten, wie zum Beispiel bei 0, i, u, verstärkt durch die Wiederholung: Dominus vobiscum. Der Klang ist regelmäßig angeordnet, die Luft wird in bestimmte Erschütterungen gebracht, die dadurch verstärkt werden, daß man bestimmte Handbewegungen macht, und es wird eine Sylphe hervorgerufen. Auch Zeichen, Griff und Wort der Freimaurer bringen bestimmte Gebilde hervor, die eine Gesetzmäßigkeit in der physischen Welt ausdrücken. Durch planvolles Gebrauchen dieser Worte schafft man ein Band vom einen zum anderen, man hüllt sich ein in eine astrale Materie, die durch Zeichen, Griff und Wort geschaffen worden ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XXVI","site_heading":null,"date":"1905-10-30","location":null,"word_count":285,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/93a/1905-10-30/p023","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/93a/1905-10-30/p023"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/93a/1905-10-30/p023","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Notizen von einem esoterischen Lehrgang","evidence_translation":"Notes from an esoteric course","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}