{"corpus":"steiner","locus":"GA 93a/1905-10-31/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir unsere Sinnesorgane betrachten, so wie man sie gewöhnlich betrachtet, so haben wir durch das Geruchsorgan die Möglichkeit, den Stoff selbst wahrzunehmen. Ohne daß Stoff ausströmt, ist es unmöglich, daß der Mensch riecht. Es ist eine Verbindung mit dem Stoffe selbst, die da vor sich geht. Das Geschmacksorgan verbindet sich nicht mit dem Stoffe selbst, sondern löst die Dinge auf und nimmt die Wirkung wahr. Den Geschmack können wir also einen chemischen Sinn nennen, weil er in die Beschaffenheit des Stoffes eindringt. Der dritte Sinn, das Gesicht, hat gar nichts mehr mit Stoff zu tun, denn er nimmt nur Bilder wahr, die vom Stoffe entworfen sind. Der vierte, der Tastsinn, hat noch viel weniger mit dem, was Stoff ist, zu tun, da er nur Eigenschaften der Umgebung an den Gegenständen, wie Wärme und Kälte, wahrnimmt; das ist ein Zustand des Stoffes, der hängt nicht mehr vom Stoffe selbst ab, sondern davon, welcher Zustand ringsherum ist. Das Gehör hängt gar nicht von der Luft ab, denn wir nehmen nur die Schwingungen der Luft, die Vibrationen wahr, dasjenige, was durchaus in einer zum Materiellen ganz äußerlichen Beziehung steht. Es ist der Stoff, die Luft, nur das Durchgangsmittel für die Schallwellen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"XXVII","site_heading":null,"date":"1905-10-31","location":null,"word_count":199,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/93a/1905-10-31/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/93a/1905-10-31/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/93a/1905-10-31/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Notizen von einem esoterischen Lehrgang","evidence_translation":"Notes from an esoteric course","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}