XXVII

GA 93a/1905-10-31/p007 ·1905-10-31 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einem esoterischen Lehrgang» (Notes from an esoteric course). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Der Gesichtssinn nimmt durch den Lichtäther die Gegenstände um uns herum wahr. Es gab aber eine Zeit, wo es ringsherum finster und dunkel war. Versetzen wir uns zurück an den Zeitpunkt, als dem Menschen eben das Gesicht aufgegangen ist und die Außenwelt als solche uns wahrnehmbar wurde. Vorher war das Auge noch nicht nach außen aufgeschlossen. Man denke sich dieselbe Kraft, die das Auge von außen empfängt im Lichtäther, von innen nach außen ergossen, in der entgegengesetzten Richtung nach außen strömend durch die Augen. Wenn das der Fall wäre, so würde das Wesen die anderen um es herum beleuchten. Solches war vorhanden in einer gewissen Zeit, als die Menschen das Zyklopenauge besaßen. Das Leuchten war durch das ausströmende Licht bewirkt; das strömte von innen nach außen. Der Mensch beleuchtete damals - wie manche Meerestiere noch heute — die Gegenstände ringsherum und seinen eigenen Körper. Dazumal hatte der Mensch noch kein Bewußtsein für sich, sondern er war damals lediglich ein Mittel für die entsprechende Gottheit, um für die Gottheit die Welt zu beleuchten. Die Gottheit hatte kein anderes Mittel, die Gegenstände ringsherum zu sehen, als die Augen der Menschen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/93a/1905-10-31/p007.json
Cite: GA 93a/1905-10-31/p007 · edition original