XXVII

GA 93a/1905-10-31/p018 ·1905-10-31 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einem esoterischen Lehrgang» (Notes from an esoteric course). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Man stelle sich beispielsweise vor den Baumeister des Gotthardtunnels und dann den Beschreiber. Der Mann, der den Gotthardtunnel gebaut hat, braucht vielleicht gar nicht so viel Ingenieurkunst im bewußten Zustande gehabt zu haben, aber er hat einen Gedanken in die Wirklichkeit umgesetzt. So verhalten sich die uralten Weisen zu den jetzigen. Damals besaßen sie eine schaffende Weisheit. Jetzt haben wir die wahrgenommene Weisheit. Die schaffende Weisheit ist diejenige Weisheit, die den Menschen einstmals gemacht hat, Stück für Stück aufgebaut hat, die heute der Anatom herausholt und beschreibt. Die schaffende Weisheit ist genau dieselbe, wie die heute herausgeholte Weisheit; sie ist in die Welt hineingelegt worden. In der uralten Weisheit hat man es mit dem Plane der Welt zu tun. Nun können Sie verstehen, warum der Mystiker sich in sich selbst zurückziehen muß. Der eigentliche Mystiker muß ein Erforscher des Inneren sein. Er versucht, diejenigen Stadien der Entwickelung wieder aufzusuchen, durch die er geschaffen worden ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/93a/1905-10-31/p018.json
Cite: GA 93a/1905-10-31/p018 · edition original