XXXI

GA 93a/1905-11-05/p005 ·1905-11-05 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Notizen von einem esoterischen Lehrgang» (Notes from an esoteric course). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Von der fünften Unterrasse der Atlantier stammt also die fünfte Wurzelrasse ab. Wenn wir einen Blick hinüberwerfen nach Asien, so finden wir da zunächst als erste Unterrasse der fünften Wurzelrasse, der alten indischen Rasse, jenes Volk, welches später mehr nach Süden wanderte und dort die Stammväter bildete der späteren Inder. Die wesentlichste Eigenschaft dieses nach dem nördlichen Indien hin lebenden Stammvolkes war, daß es in bezug auf die materielle Kultur keinen rechten Sinn entwickelte. Es hatte geistige Anschauungen höchster Art mit einem ganz und gar unentwickelten Sinn für die materielle Kultur. Weltabgewandt waren die alten Inder; ihre Seele war der atlantischen noch vollständig ähnlich darin, daß sie in sich eine unendlich herrliche Bilderwelt entwickeln konnte. Durch Jogaübung, aus dem Inneren heraus, entwickelte sich bei ihnen später eine fein ausgebildete, uns heute gelehrt erscheinende Anschauung von der Welt. Davon sind in der äußeren Überlieferung nur noch Bruchstücke vorhanden. Die Veden und die Bhagavad Gita geben von den gewaltigen Anschauungen der Inder kein richtiges Bild mehr, sondern nur noch Nachklänge. Auch in der Vedantaphilosophie ist nur noch ein ganz abstrakter Nachklang der ursprünglich wörtlich gelehrten Anschauung der Inder überliefert.

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