Erster Vortrag

GA 94/1906-02-19/p015 ·1906-02-19 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Zusammenfassungen und Notizen von Vorträgen u. Vortragsreihen» (Summaries and notes of lectures and lecture cycles). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

In alten Zeiten, in denjenigen Gebieten, in denen der menschliche Körper noch dazu geeignet war, wurde eine solche Einweihung in der folgenden Weise bewerkstelligt. Der betreffende Mensch mußte eine Artvon Schlafzustand durchmachen. Alles, was sonst bei einer heutigen europäischen Einweihung, die jahrelang dauert, weil das alles nicht durchgemacht werden kann von einem Europäer, was jetzt erzählt wird, alles das, was bei einer europäischen Einweihung durch lange Meditations- und Konzentrationsübungen erreicht wird, das wurde früher, ebenfalls nach bestimmten vorhergehenden Meditations- und Konzentrationsübungen, aber in kurzer Zeit, von einigen erreicht. Ich bemerke ausdrücklich, daß für denjenigen, der wirklich die Einweihung empfangen will, doch einmal diese zwei wichtigen Erlebnisse in irgendeiner Form kommen müssen, wo er durchmacht das, was jetzt zu beschreiben ist, wenn auch auf etwas andere Weise. Durch eine Art von Schlafzustand muß der Mensch durchgehen. Um zu wissen, was eigentlich Schlaf seinem Wesen nach ist, halten wir uns nochmals vor die Seele, was vorgeht, wenn der Mensch schläft. Es sind dann seine höheren Leiber von den niederen Leibern abgetrennt. Der Mensch besteht ja zunächst aus dem physischen Leib, den Sie mit Augen sehen können. Das zweite Glied ist der sogenannte Ätherleib. Das ist dasjenige Wesensglied, das den physischen Körper umschließt, das viel feiner ist als der physische Leib, und in dem Strömungen und Organe von wunderbarer Mannigfaltigkeit und Prächtigkeit tätig sind. Im Ätherleib sind auch die gleichen Organe vorhanden wie im physischen Körper. Auch der Ätherleib hat Gehirn, Herz, Augen und so weiter. Sie stellen diejenigen Kräfte dar, welche die entsprechenden physischen Organe erst geschaffen haben. Das ist ungefähr so, wie wenn Wasser in einem Gefäß abgekühlt wird, so daß es zu Eis wird. So müssen Sie sich die Entstehung des physischen Organs durch die Verdichtung des Ätherischen vorstellen. Der Ätherleib ragt nur wenig über den physischen Leib hinaus.

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