Erster Vortrag
Der dritte Leib ist der Astralkörper. Er ist der Träger von Begierden, Wünschen, Leidenschaften und so weiter. Er durchdringt den physischen Körper in Gestalt einer Wolke. Farben sind da, heftige Leidenschaften in Form von zuckenden Blitzen. Die Eigenschaften des Temperamentes durchgleiten den Körper in Lichtpunkten mehr oder weniger hell. Der ganze innere Mensch prägt sich nach außen in einer Lichtform aus. Das ist das eigentliche Ich des Menschen, der Iräger des höheren, des eigentlichen Wesenskernes. Wenn der Mensch des Nachts schläft, also beim gewöhnlichen Schlaf, liegen im Bett der physische Körper und der Ätherleib. Diese sind fest miteinander verbunden. Getrennt von ihnen ist der Astralleib mit allem anderen, was noch zum Menschen gehört. Solange der Mensch nicht etwas Besonderes unternimmt, bleibt er unbewußt, wenn sein Astralleib aus dem physischen Leib heraus ist. Er bleibt unbewußt, wie der Mensch in der sinnlichen Welt unbewußt bleibt ohne Augen und Ohren. Sie könnten noch so lange leben in der physischen Welt — wenn Sie nicht Augen hätten, würde es keine Farben, wenn Sie keine Ohren hätten, keine tönende Welt geben. So ist es, wenn der Astralleib außer dem Körper ist. Er ist dann ausgedehnt in der seelischen Welt, aber er sieht sie nicht, er nimmt sie nicht wahr, weil er noch keine astralen Sinne hat. Diese müssen erst nach und nach ausgebildet werden. Solange der Mensch nicht Übungen macht, so lange bleibt er in der höheren Welt bewußtlos. Macht er sie aber, dann kann er in dieser höheren Welt Bewußtsein erlangen. Wenn sein Astralleib Organe bekommt, fängt er an, die astralische Welt ringsherum zu sehen. Diejenigen, die öfter diese Vorträge gehört haben, wissen, daß es sieben solche astralen Sinne gibt. Man nennt sie die heiligen Räder, Chakrams oder Lotusblumen. Zwischen den beiden Augen, zwischen den Augenbrauen befindet sich die zweiblättrige Lotusblume. In der Nähe des Kehlkopfes ist die sechzehnblättrige Lotusblume veranlagt, in der Nähe des Herzens die zwölfblättrige. Bilden sich diese Organe nach und nach aus, so wird der Mensch sehend in der astralischen Welt.