{"corpus":"steiner","locus":"GA 94/1906-02-19/p017","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieses astralische Schauen ist etwas ganz anderes als das physische Sehen. Sie können sich eine Vorstellung davon machen, wie das astralische Schauen ist, wenn Sie sich erinnern, wie das Traumleben verläuft. Sinnbilder sind es, die wir im Traume erleben. So sind auch die astralen Wahrnehmungen Sinnbilder, richtige Symbole. Da wird der Mensch ein Symbol-Sehender. Für das, was in der physischen Welt unmittelbar vorgeht, verliert er in der astralischen Welt das Bewußtsein, aber in Sinnbildern kann. er solche Tatsachen des Christus Jesus-Lebens erfahren, wie sie Johannes aus seinem Erleben in der Astralwelt heraus schildert. Darstellungen dieser Art bilden den Inhalt der ersten zwölf Kapitel des Johannes-Evangeliums. Mißverstehen Sie mich nicht! Ich weiß, viele werden sagen: Wenn das astrale Erlebnisse sind, dann ist das doch nichts Wirkliches, und was uns von dem Stifter des Christentums gesagt wird, hat dann doch keine Gültigkeit. - Das ist nicht richtig. Es wäre das gleiche, wie wenn man leugnen wollte, daß ein Mensch aus Fleisch und Blut ein Genie ist, weil man das Genie nicht sehen kann. Wenn man auch die Wahrheit über den Christus Jesus erst auf dem Astralplan erkennen lernt, so hat sich sein Leben doch auf dem physischen Plan tatsächlich abgespielt. Wir haben es mit dem Symbol auf dem astralischen Plan und mit der äußeren Wirklichkeit auf dem physischen Plan zu tun. Nichts wird von der Tatsächlichkeit weggenommen, wenn wir sie im tieferen Sinne verstehen, im Sinne des Johannes-Evangeliums.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1906-02-19","location":null,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/94/1906-02-19/p017","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/94/1906-02-19/p017"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/94/1906-02-19/p017","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"listeners_notes","scope":"volume","note":"Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word.","evidence":"Zusammenfassungen und Notizen von Vorträgen u. Vortragsreihen","evidence_translation":"Summaries and notes of lectures and lecture cycles","evidence_source":"Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one."}}